Wasserstandsmeldung – Bei Flut steigt das Wasser, bei Ebbe sinkt es!

So! Wieder mal ne Wasserstands-Meldung:

Bei Ebbe sinkt das Wasser des Meeres, bei Flut steigt’s! ūüėČ FERTIG!!! ūüėČ

Die Ebbe hat (momentan bei uns) den Vorteil, dass man in der Abenddämmerung zu zweit wild-romantisch, verliebt und eng-umschlossen seine eheliche Hochgefühle aufleben lassen kann, da Frau und Mann EINSAM, ohne sich die Füße nass machen zu müssen, einmal um die halbe Insel laufen kann. Bei Flut sieht das Bild anders aus; das Wasser steigt langsam um 30cm, wodurch man, vor allem tagsüber, das gleiche tun kann, nur dass man von unten her frisches klares türkisfarbenes Wasser um seine (noch käsweißen) Unterschenkel gespült bekommt. Gut, wer hät’s gedacht!? ūüėČ

Damit sind unsere weitreichenden und spannenden Erlebnisse auch schon zusammengefasst!

Unser Tagesablauf gleicht momentan ; daher könnte ich jetzt wieder weit ausholen, was sekundengenau in unserem Leben geschieht; würde aber den größten Teil langweilen, also lass ich’s!

Ein paar Dinge haben sich doch geändert:

Ich steh 1-2 Stunden vor Tabea am Morgen auf; also nix mit Ausschlafen! Meine dezente Bräune ist kein Zufall, sondern ein Produkt akribischer und präziser knall-harter Arbeit; Also geht’s um 8.30 Uhr mit em Käffchen an en Strand um die ersten warmen Sonnenstrahlen einzufangen (Ist hier gar nicht soo warm, Nachts minimal 23 Grad, Tags maximal 30 Grad!) Stört mich meine Frau dann 2 Stunden später, hab ich auch schon mal meinen ersten Cocktail zu mir genommen, damit’s meiner Leber, nach vollbracht nächtlicher Arbeit, nicht wieder langweilig wird.

Dafür steht zwischen 15-17 Uhr in den letzten Tagen ein Mittagsschläfchen an; Ja ist schon verrückt, zu Hause hab ich meinen Extra-Schönheitsschlaf (man sieht’s mir wirklich an; wurde schon so oft mit Brad Pitt verglichen, musste sogar einmal ein Autogramm geben ;-)) meist auf die Prime-Time im TV gelegt, weil’s Programm soooo einschläfernd war.

Jetzt geh ich, wie anständige deutsche Bürger in Thailand, um 24 Uhr ins Bett, und steh 8 Stunden später auf; jedenfalls dann, wenn meine Frau Nachts nicht schlafwandelt und panisch versucht aus unserem Haus zu fliehen und ich sie am Bett anketten muss. Liebe Tabea, ist das Leben mit mir wirklich so eine Qual momentan, dass du schon Nachts heimlich Fluchtversuche startest?

UPDATE: Jetzt ist 2.23 Uhr, mitten in der Nacht eigentlich, und im Traum werde ich im Bett gewendet, gestoßen und aus dem Bett gedrängt. Als ich aufwache, muss ich feststellen, dass sichs gar nicht um einen Traum handelt, sondern Tabea mich wirklich mit Schlägen bearbeitet… Hm, am Morgen konnte sie sich an nix erinnern…was soll dies bedeuten? However, ich musste darauf hin weitere 34 Artikelseiten von Wikipedia durchforsten um endlich nach knappen 2 Stunden BlueHostšľėśÉ†Á†Ā wieder ins Traumland zurückzukehren…. (diesmal hieß mich eine schöne Thai-Frau willkommen, ohne Schläge wohlgemerkt…!?) Dafür weiß ich jetzt, dass bei Flut hier das Wasser doch um 32cm im Gegensatz zum niedrigsten Punkt der Ebbe steigt, das Sternbild des kleinen Wagens nicht auf der Südhalbkugel zu sehen ist und wir ins Sri Lanka in einem Zug saßen, in dem über 1500 Menschen beim Tsunami 2004 ihr Leben verloren haben! Toll…=)

Gut, zudem jetzt weiß ich, dass man sich in der Nacht bei laukalten 22,3 Grad den Allerwertesten abfriert, wenn man buddhistische Götter mit seinem Rauchopfer besänftigen will; geholfen hat’s nix; Die Sonne scheint immer noch ununterbrochen, und der heißersehnte Schnee will in den Baumkronen der Palmen nicht liegen bleiben…. Blöd! Dabei hab ich so sehr auf einen „Guten Rutsch“ ins Neue Jahr gefreut…Der Schee in den Baumkronen kommt wohl nicht aus den Wolken und wird von der frischen Brise in der Nacht wohl tatsächlich über die Insel verstreut; vielleicht sind deswegen die Thais hier immer sooo gut drauf! ūüėČ

Mittlerweile ist schon der dritte Tag, an dem ich versuche meinen Artikel zu einem glücklichen Ende zu bringen; mir fällt aber nichts ein. Was soll man auch berichten, wenn man den ganzen Tag fröhlichen Kindern beim Spielen mit Baggern und Schaufeln im Sand beobachtet, Wellenbewegungen des Meeres inspiziert und 3-4 Bierflaschen pro Tag leert, um die Welt durch die prismatische Brechung des Lichtes des (dann leeren) Flaschenhalses zu bewundern. (Ich versuche immer noch, die Dübel in den vielen Hippie-Schuppen an mir vorbeiziehen zu lassen; mir wurde aber gesagt, dass der Blick auf die Welt durchs Bierglas ähnlich wäre…also, bleib ich bei dem, was ich GUT kann…)

Ich hole mir jetzt einfach mal wieder einen Mai-Tai (hat sich beim Testen aller vorhandener Cocktails, als mein Lieblingscocktail herauskristallisiert, leider ist der braune Rum hier auf der Insel jetzt ausgegangen, weshalb ich wohl auf Cuba Libre umsteigen muss ;-))

So, Bilder von waghalsigen Erstbesteigungen der höchsten Sandburg auf Koh Mak und illegalen Roller-Rennen auf unbefestigten Sandpisten gibt’s nicht.

Wer was fürs Auge braucht, googled einfach nach „Thailand“, „einsamer Strand“, „Sonne pur“, „türkisfarbenes Meer“ und „Paradies auf Erden“, klickt auf Google-Earth und kann uns vielleicht aus dem All erkennen; Dort, wo sich das Sonnenlicht spiegelt auf Koh Mak, halten wir unsere Adonis-Körper in die Kamera!