Under and over and around

Also der Tag fing mit großen Herausforderungen an… für mich zumindest, da Klemens sich ausgeruht und einen so schönen Zwischenbericht verfasst hat. Ich dagegen habe eine Reise in die Wasseranlagen der früheren Zeit unternommen (City of David) , um mit Unterstützung von Marie meine Ängste zu überwinden und in einem wirklich seeehr seeehr engen, seeehr seeehr langen, seeehr seeehr dunklen, man könnte auch sagen, stockfinsteren, einsamen, immernoch mit Wasser befüllten unterirdischen Gang zu laufen. Ok zu sehen gab es dadurch nicht viel, aber eine Erfahrung war es auf jeden Fall wert. Und ich habe überlebt und in die Decke ist nicht über mir zusammengefallen und das Wasser ist nicht plötzlich um zwei Meter gestiegen.

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Wieder an der Erdoberfläche konnten wir noch den Tempelplatz bewundern, allerdings nur nacheinander. Da wir nur ein Outfit adäquater Kleidung dabei hatten und dieses zwingend erforderlich ist, um Eintritt zu bekommen. Also schnell über den Tempelplatz, zurück, Klamotten tauschen, hinsetzen, warten. Warten auf dem Platz der Klagemauer mit kurzer Hose im Schneidersitz schien mir zwar dann nicht mehr die beste Idee – hatte den Eindruck einige kritische Blicke zu ernten – aber nee, mir war jetzt echt nicht danach mich schlecht zu fühlen. Mein Rucksack und das Tuch verdecken doch schon fast alles.

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Abends sind wir alle gemeinsam (Klemens hatte erstmal genug ausgeruht) mit dem netten Pater Sebastian und seiner ¨Frau¨ (his car is his wife) – übrigens ein VW Jetter (nie gehört vorher) nach Jericho gefahren. Bisschen sightseeing und dann seine palästinensichen Freunde treffen. Sprechen ging zwar nicht so gut (wir können leider keine arabisch und sie kein englisch) aber es war trotzdem sehr schön. Wir haben neue Früchte kennengelernt, Teechen getrunken, Kekse gegessen uns angelächelt und festgestellt das der 30-jährige Sohn erst 20 ist und doch englisch sprechen kann.
Später hat uns Pater Sebastian eine leckere Suppe und das leckersten Risotto, das ich bisher gegessen habe (es war mein erstes) gezaubert. wow wir sind echt gesegnet.

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