Strapazen einer Weltreise – Tagesablauf – Teil 1

Normalerweise bin ich ein fauler Hund (ja gut, zu dieser Selbsterkenntnis zu kommen, ist ja keiner große Kunst, werden sich jetzt viele Bekannte denken 😉

Aber damit nicht der fälschliche Eindruck erweckt wird, dass wir den ganzen Tag NIX machen, hier mal ein minutiöser Tagesablauf (äquivalent zu den letzten Tagen und den kommenden zwei Tagen in Pasekudah, Osten von Sri Lanka;-))

10:25 Uhr: Aufstehen!!!

Hm, ist schon etwas spät heut geworden, grundsätzlich schauen wir schon, dass wir gegen 10 Uhr aus den Federn kommen; doch nachdem wir gestern etwas zu lange in alkoholdurchdrängter frischer Regenluft im Nachbarhotel ausharren mussten, in dem uns 3 Einheimische Strong-Beer einflössen wollten, war uns Kopf etwas vernebelt. Passiv-Bier-Trinken ist doch auch nicht sooo gesund für die Leber. So, wer glaub, dass wir nur beim Biertrinken zuschauen, wenn die Pulle 8,8 %iges Bier nur 1,2 Euro kostet, kennt meine frrränggischen Wurzeln nicht. However, wir haben eben eine kleine Fahne mitgenommen; hat uns dabei aber auch niemand aufgehalten 😉

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10:30 Uhr: Nix mit Aufstehen; verarrrscht! Hab dann doch noch mal meine Schokoladenseite aufs etwas zu kurz geratene Schaumstoff-Matraze gedrückt um mir durch meine Schlafbrille die Traumlandschaft nochmal anzuschauen…

10.35 Uhr: na gut, jetzt steh ich doch mal auf, auch wenn ich noch ein paar Bäume eigentlich zersägen müsste; Gut, der Nachbar von nebenan übernimmt das einfach mal! 😉

10:36 Uhr: Unser immer-lächender House-Keeper und Hotelier „Noooorbert“ kommt mir schon in der offenen Tür entgegen, frag nach, ob es denn wieder ein Nescafe wie gestern sein soll. Mit meiner morgendlich aufgesetzten Freundlichkeit versuche ich meine Englischkünste gekonnt einzusetzen, um ihm wieder einmal zu verklickern, dass wir immer noch kein Frühstück benötigen. Nur Nescafe, Zwei Tassen. Gut, Norbert will mir  natürlich mal mit seinen paar gebrochenen Worten Englisch imponieren, erzähl mir dies und das (also, ich male mir die Gesichten und Fakten dazu aus; aus Sätzen mit jeweils EINEM Wort bestehend lässt sich mit meiner weitreichenden Vorstellungskraft einiges herauszaubern.) Jedenfalls weiß ich jetzt, dass es gestern Abend geregnet hat. Danke für diese überaus wissenswerte Information, haben wir gar nicht gestern gemerkt, nachdem wir pitschnass nach Hause kamen… 😉

10:40 Uhr: Unser Kaffee kommt; juhu…Gute Stimmung ist auch schon wieder im Anmarsch. Noooorbert lächelt schon wieder, und frag nochmal nach, ob wir Frühstück haben wollen: „Breeekfäääst?“, ich antworte darauf: „No, thank you, we dont need any Breakfast!“ Darauf Noooorbert: „Breeekfääääst?“ ich wieder: „no, no, thanks a lot! Coffee is enough for us guys in the morning!“ naja, gut, und so gehts dann in etwa 4 Minuten weiter.

10:44 Uhr: Endlich hab ich meine Ruhe! Die letzte edle DunHill-Ziggi wird für mein allmorgendliches Rauchopfer entzündet und das Tässchen Kaffee geschlürft. Scheint wieder ein überaus-sonniger Tag zu werden. Also weiter den Regengott mit Rauch besänftigen…

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10.49 Uhr: Bea kommt nun auch mal um das Gesprächsniveau etwas zu heben. Weiß nimmer worums ging; muss irgendwas in die Richtung „wie geht’s dir Schatz?“, „haste gut geschlafen“ usw…gewesen sein; danach hat se mir noch von ihren nächtlichen Eskapen und Schlägereien mit den Moskitos erzählt.. naja, also eher uninteressant, aber das immer-lächelnde höfliche Nicken lernt man hier ja schnell! 😉

10:59 Uhr: Bea hat nun über 10 min von ihren aufregenden Kämpfen aus der Nacht referiert. Schon interessant, wie ausufernd meine Frau Nichtigkeiten ausschmücken kann. (Für unsere Kinder hoffe ich nur, dass sie keine Albträume nach der Gute-Nacht-Geschichte von ihr bekommen ;-))

So, Mein Hals kann meinen Kopf nicht mehr mit derselben Leichtigkeit wie vor 30 min aufrecht halten; also bekommt er eine kleine Ruhepause verpasst. Damit mir dabei nicht so langweilig wird, versuche ich 12stellige Zahlenkombinationen am Tablet einzugeben, in der Hoffnung, irgendwann mal in die große weite Welt des Webs zu gelangen.

11:13 Uhr: Juhuu; Internetconnection funkt wieder. Wurde auch aber mal wieder Zeit.

11:14 Uhr: nööö, doch nicht; Stromausfall in der kompletten Siedlung hier am Meer!

11:15 Uhr: Strom ist wieder da; also, noch mal 12stellige Zahlencodes eingeben. Der erste war gleich ein Treffer. Juhuu, ich bin verbunden mit der weiten Welt.

11:29 Uhr: nachdem die letzten 14 Minuten damit zugingen, die Facebookstartseite zu laden und Emails zu checken; beides aber nicht so richtig klappen wollte, da wohl ein Vogel auf ne Leitung gestrullert hat oder ne Local von hier auch kurz mal ins Internet muss, und daher einfach mal die Leitung zwischendrin um ein paar Meter umgelegt hat, hab ich jetzt die Schnauze voll. Nach soooo viel Aufregung soo bald am Morgen brauch ich gleich mal ne Spur stärkere Ziggis; die Gold-Leafs müssen her; immerhin mit 1,2 mg Nikotin eigentlich viel zu stark für mich, hier aber mit einem ekligen Kraut vermischt, dass mans gar nicht merkt. Ahh, bye the way, musste dafür extra 200 m um die Ecke in nächsten Shop rennen. An Bäumen wachsen hier im Paradies auch noch keine Kippen. Schade eigentlich;)

11:37 Uhr: Nach meinem ausgedehnten Spaziergang zur Bretterbude und zurück, bin ich doch etwas schlapp geworden; Hatten aber vorher besprochen, dass wir gleich zum gegenüberliegenden Bonzen-Hotel gehen, um dort ein paar englische Ebooks zu verschlingen, in der Hoffnung, dass unser Englisch in Zukunft für mehr als „Breeekfäääst“ reicht! 😉

11:44 Uhr: Gut, Tabea tanzt, ich schleppe mich auf eine Liege. Der Pool Attendant bringt uns schon unsere 15 Euro-Teuren thailändischen Handtücher. Jetzt erstmal ne Pause einlegen nach den morgendlichen Strapazen…

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Die überaus aufregende FORTSETZUNG meiner Strapazen der letzten/kommenden Tage FOLGT…

Dieser Artikel nimmt an der Blogparade „Die schönsten Strände Südostasiens“ teil