Passe….kudah

Sitze gerade gemütlich auf der Veranda unserer neuen Unterkunft am Passekuddah Bay. Das nenne ich mal nen Ort zum Entspannen. Gerade mal sechs Monate sind die Bungalows alt und wir schlafen hier für 11-12 Euro die Nacht. Yeahhhhh. Gestern sind wir angekommen. Mal wieder, wie immer hier, ne Tagestour gewesen – ich gewöhn mich langsam dran, aber Klemens war etwas genervt vom langen Busfahren, also haben wir uns direkt am Strand in einem luxuriösen, pompösen 4-Sterne Hotel was leckeres zu Trinken gegönnt. Soviel Luxus haben wir seit Dubai nicht mehr gesehen, aber wir dachten uns schon, dass es hier vielleicht eher die High Society Area ist, weil im Internet schon keine günstigen Unterkünfte zu finden waren. Während wir spaßeshalber nach nem Zimmer fragen, dürfen wir uns am Nachmittagsbuffet bedienen und essen erstmal ne ganze Reihe leckerer Thunfisch Sandwiches. Mmh. Nachdem wir bemerken, dass auf die Getränke noch 10% Servicegebühr und 10% irgendwas anderes kommt, gehen wir gleich nochmal hin. Man muss ja sehen wo man bleibt. 😉 Hunger gestillt. Klar die Zimmer sind zu teuer, aber die Angestellten sind super freundlich und bieten uns an, die Hotelanlage immer mitbenutzen zu dürfen, auch wenn wir nicht dort wohnen. Super cool. Gesagt getan. Erstmal in den Pool springen und sich erfrischen. Wir finden die oben besagte Unterkunft, nur eine Minute entfernt, und für unser mal wieder erhöhtes Chill Bedürfnis sogar noch viel besser geeignet.

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Erkenntnis des gestrigen Abends: ich hätte kein Kanobbel werden können. Wie wohl unter besagten Menschen üblich, wollten wir am Abend eine Party crashen. Na ja eigentlich wollten wir nur etwas von der Party mitbekommen, die im oben beschriebenen Hotel lief. Das war auch kein Problem, da wir wieder herzlich empfangen wurden. Aber das Buffet verlockte uns dazu, zuzugreifen und sich wenn möglich als unauffälliger, im Hotel ansässiger Gast zu verhalten. Damit zu meinem ersten Problem, sich unauffällig verhalten. Leider standen mir dabei einige Teller im Weg, die etwas zuviel Geräusche beim herunterfallen verursachten und gleich die Aufmerksamkeit von 5-6 Angestellten mit sich brachte.. ;-( Keine Ahnung, ob das zu der Frage führte, welche Zimmernummer wir haben, aber die Frage kam…                       Damit zum zweiten Problem, ich bin nicht dreist genug. Das ist wohl erforderlich, um zu besagter Menschengruppe zu gehören. 😉

Dummerweise also aufgeflogen, aber Essen durften wir trotzdem 😉

(leider gibts keine Bilder dazu, Kamera vergessen ;-))

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Heute ist Klemens dann seinem Entspannungsbedürfnis nachgegangen und ich habe mir ein Fahrrad geliehen und bin mal ein wenig durch die Gegend gefahren. War erst in der nächstgelegenen Stadt, um mal ein paar Ladekabel zu besorgen, die wir in unserem Hauptgepäck in Colombo vergessen haben. Ich stelle fest, ein kleiner Rucksack zum reisen reicht völlig aus. Seit über zwei Wochen reisen wir nur mit kleinem Gepäck und wir vermissen nichts (ausser die nun nachgekauften Ladekabel und vielleicht das Anti-Moskito Sprays..) Dann bin ich heute an einem einsamen Strand gelandet. Echt kein Mensch dort und das Wasser so herrlich. Hammer. Das gefällt mir. Vielleicht sollten wir doch noch ein paar Nächte dran hängen…

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Es tut gut mal wieder runterzukommen, richtig abzuschalten und zu relaxen. Jedes Fleckchen ist hier so anders und trotzdem total schön. Der letzte Strand, der Surferstrand, zieht junge Leute an, es gibt ganz viele günstige Hostels und Unterkunftsmöglichkeiten. Wir haben einige nette Menschen kennengelernt und es war ein bisschen wie gemeinsames Leben. Man trifft sich zum Frühstück und verbringt den Tag miteinander. Mal kommen Leute dazu, mal gehen welche. Jetzt sind wir gegangen.

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Mir fällt aber auch auf, dass nach einer gewissen Zeit die Routinefragen und Gespräche langweilen können. Wo kommt man her, wo geht’s hin, was macht man zu hause… Wie kommt man in der kurzen Zeit, die man hat, in tiefere Beziehung? Geht so was überhaupt? Wovon ist es abhängig? Und andererseits stelle ich fest, dass jede Begegnung doch haften bleibt, selbst wenn sie nur oberflächlich ist. Im Bus haben wir zum Beispiel einen 37-jährigen Engländer kennengelernt, der seit zwei Jahren travelled und zwei Monate auf nem Segelschiff gereist ist. Irgendwie beeinflusst einen so etwas auch, die Möglichkeiten im Leben, die verschiedenen Lebensstile und Formen. Ansonsten beschäftigt mich die Frage, wie wir weiter reisen werden. Was ist uns wichtig, was möchten wir sehen und erleben, was ist unsere Erwartung. Geht es um Sightseeing, um Leute und Kultur, um Sport, um Landschaften, um besondere Erfahrungen, um Relaxen und Entspannen? Ich bin selbst gespannt, wie es sich entwickelt.