Ein Blick zurück

Wie es in ereignisreichen Zeiten so ist, kommt man nicht dazu alles zu verarbeiten und niederzuschreiben. Aber ein Tag ist es wert ihn nochmal zu erwähnen, auch wenn er schon wieder vielleicht etwa drei Wochen her ist. (Man verliert auf so einer Reise tatsächlich jegliches Zeitgefühl – gestern haben wir sogar unseren zweijährigen Hochzeitstag vergessen – danke JB für die Erinnerung 😉 )

Am besagten Tag x befanden wir uns auf jeden Fall noch in Chennai. Unser Freund Patrickson war geschäftlich schon nach Hyderarbad unterwegs und wir haben uns mit einer Frau verabredet , die wir bis dahin noch nicht kannten.
Ihrem Mann bin ich einmal in Deutschland bei unserem lieben Freund Henni begegnet. Er (David) hat damals ein wenig von seinem Leben, seiner Arbeit und seiner Familie in Indien erzählt und ich habe bis zum jetzigen Tag seine Visitenkarte behalten, auch wenn ein Besuch nie direkt geplant war. Da wir aber jetzt mal unerwarteter Weise in Chennai gelandet sind und auf seiner Visitenkarte stand, dass er dort lebt, haben wir ihn einfach spontan angeschrieben.
David selbst war leider genau zu der Zeit in Deutschland, aber dafür hat seine Frau uns unbekannterweise eingeladen zu nach Hause zu kommen und mit ihr MIttag zu essen
Soviel schonmal zu hiesigen Gastfreundschaft, von der wir schon so oft was mitnehmen durften.

Bei Susann angekommen, gab es extra für uns richtige Spaghetti. Wow – das war ne Freude und wir fühlten uns direkt total willkommen und wertgeschätzt. Nach vielen Wochen in denen wir dreimal täglich Reis zu essen bekommen, sind so Spaghettis schon eine Gaumenfreude.

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Ihre liebenswürdige und sympathische Mama hat uns nach dem Essen ihre angrenzende Schule gezeigt, die von Davids Familie aufgebaut wurde und jetzt von Susann und David geleitet wird. Ich habe schon wieder vergessen wieviele Kinder hier unterrichtet werden, aber es sind echt einige. Und sie sind alle so gut erzogen. Wow sehr beeindruckend.
Sobald ein Erwachsener in die Klasse kommt, stehen alle Kinder brav auf und begrüßen denjenigen. Sie hören scheinbar echt auf ihre Lehrer und haben wirklich Respekt vor ihnen. Also auf uns machte es echt einen positiven Eindruck, da könnte sich manche Schule bei uns ein Scheibchen von abschneiden. 

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Trotzdem macht die Regierung es den christlichen Schulen immer schwieriger zu bestehen, anstatt sie zu unterstützen. Die Kinder lernen die Funktionen des Computers rein theoretisch, weil es nur drei alte tatsächlich funktionierende Pcs gibt. In Deutschland werden die PCs weggeschmissen, weil sie zu alt sind, und hier werden sie so dringend benötigt. Das ist echt schwer auszuhalten und man möchte am liebsten direkt etwas tun. Warum nicht die PC`s aus Deutschland nach Indien bringen`? Aber nein, da gibt es dann wieder diese und jene Vorschriften und (Zoll) Bestimmungen und es geht einfach nicht.

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Nach dem wir soviele Schulklassen gesehen haben, durften wir auch einige der Kinder kennenlernen, um die sich Susann und David kümmern. SIe haben bisher ungefähr 40 Kinder aufgenommen, die aus schlimmen Verhältnissen kommen und niemanden haben, der sich um sie kümmern kann. Zum Beispiel drei Geschwister, deren Eltern sich vor ihren Augen verbrannt haben.

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Ich weiss nicht, wie die Familie das alles gehandelt bekommt, aber ihr Dienst und ihr Gottvertrauen ist auf jeden Fall beeindruckend und beeinflussend.

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So, wens noch interessiert; die Kids konnten sich nicht zurückhalten, uns bei jeder Gelegenheit zu zeigen, was sie gelernt haben! schon beeindruckend! (weiß nicht, wie die quali ist; wenn zu schlecht, einfach schnell wieder ausmachen; nur 50mb hochladen dauert hier schon stundenlang, und bessere Quali ist nicht drin grad! ;-( ))