Die Airline hat uns gekauft – Ein Tag mehr Sri Lanka

Die „Sri Lankan Airline“ hat uns gekauft! 😉 Und zwar für 100 USD (Voucher nur einzulösen im DutyFree-Onboard-Shop der Airline) und einen bezahlten Aufenthalt im 3-Sterne Hotel Goldi Sands in Negombo (20min nördlich vom Flughafen Colombo). Top, kann man nichts sagen; damit ist der Flug fast kostenlos für uns, wenn wir gleichwertigen Ersatz für die Gutscheine finden würden; Werden wohl ein paar Flaschen Sprit und Ziggis werden. Wenn wir`s nicht verkauft bekommen, dann leeren sich die Flaschen auch schon verteilt über die kommenden Jahre von alleine. 😉

Tja, wie schon Frauchen geschrieben kommen wir so unverhofft zu einem für unsere Verhältnisse luxuriösen Aufenthalt. 3 dekadente Mahlzeiten, Chillen den ganzen Tag am Pool (Gut, das konnten wir in einem noch tolleren Hotel auch für 2 Drinks am Tag Gratis im viel viel schöneren Passekudah), en bisschen Touri-Kontakt, mal wieder ein Zimmer mit Klimaanlage und des Beste kommt noch; WLAN for free, welches nur mal wieder nix taugt. Ganze 5 KB Durchschnittsgeschwindigkeit bekommen wir durch die Leistung gepresst, schon echt ein ärmlicher Makel für solch einen Touristen-Bunker, der fast nur von Deutschen besiedelt wird….

Ansonsten gibt’s zu beanstanden, dass die pompös eingerichteten Tische keine Polster für die Stühle haben, die Liegen nur bedingt verstellbar sind, und wir unser Set-Menu, also unser Lunch, 10min zeitversetzt bekommen haben. „ICH WILL MEIN GELD ZURÜCK!“ Ach ja, hm, ham ja nix gezahlt…haha… schalalala!

Ne, jetzt mal im Ernst; ist schon praktisch, wenn man so flexibel ist, und einen Tag später noch mal sich um 4.30 Uhr aus dem Bett quälen kann, weil einen kein fester Terminplan erwartet…. Mal schaun, vielleicht ist der Flieger ja morgen wieder überbucht, oder übermorgen auch noch, oder ein ganzes Jahr, dann leben wir halt hier auf Kosten der Airline weiter =)

So viel zur momentanen misslichen Situation 😉 Dann geht’s morgen eben erst weiter nach Indien; Dank eines sehr nahen Freundes haben wir dort auch schon eine Unterkunft für ein paar Tage; werden uns wohl „spiritual studies“ in einem erzkatholischen Orden widmen, in getrennten Zimmern; ja, da herrscht noch Zucht und Ordnung! 😉

So, jetzt mal ein paar Takte zu den letzten Tagen; unser Textfluss ist ja etwas eingeebbt.

Haben ja im Osten an dem herrlichen Strand in Passekudah noch ein paar Tage dran gehängt, auch unter anderem deswegen, weil wir eben paar nette Locals kennen gelernt haben- die Folge: Ein schönes Arrangement-Fisch-Barbecue am menschenverlassenen Strand. War schon gediegen 4 !!! kg Fisch und 500g Garnelen für gerade mal 10 Euro zu kaufen. Hätte mal nicht gedacht, dass wir dies alles wegputzen. Da die Einheimischen die blöde Angewohnheit haben, erst Foreigners Essen zu lassen, um dann zu verspeisen,  was noch übrig bleibt, sollten wir an dem Abend gut 3 kg Fisch alleine gegessen haben; jamjam! =) Ach und eingeladen haben wir die netten Burschen auch nach Good-Old-Germany, vor dem die Locals hier in höchsten Tönen sprechen; Also, schon mal drauf einstellen in der Heimat: Es könnte demnächst ein Tamil oder Singhalese vor der Türe stehen, der freudestrahlend um Einlass bittet. 😉

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Darauf waren wir noch 3 Tage in Anuradhapura (oder wie auch immer das alte Käffchen in der Mitte des Landes heißt; ein Zungenbrecher jedenfalls für uns).

Dort waren wir mal wieder etwas auf Sightseeing aus. Ist ne ganz hübsche Stadt, in der schon vor 2500 Jahren hier Leben entstanden ist. Gibt viele heilige Orte mal wieder, an denen wir glücklicherweise noch am Vollmond-Tag rumeierten. So war der Eintritt überall frei und wir konnten uns mal ein Bild davon machen, was die etwas wohlhabenderen Pilger aus dem ganzen Land hier so treiben.

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Haben gelernt, dass man für ein besseres Karma im Uhrzeigersinn um die Dagobas (die Tempel, oder besser gesagt, Reliquienkuppeln) rumlaufen sollte. Außerdem spricht man vor den Buddha-Statuen ein kurzes Gebet, und das wars scheinbar auch.

Grundsätzlich scheinen die Leutchens hier nicht sooo scheinfromm, pseudo-religiös oder hochheilig sein zu müssen.

Naja, gut, wollen mal nicht rumlangweilen, welche Pilgerziele wir jetzt dort abgeklappert haben: Bodhibaum (ein Ableger des Baums, unter dem Buddha seine Erleuchtung hatte, und zugleich ältester Baum Asiens angeblich), unzählige Dagobas mit Reliquien von zig Aahrats (anderen Erleuchteten „Mönchen“).

Viel mehr Begeisterung brachten wir für die zig Affenrudel auf, die hier durch die Gegend hüpfen. Leider sind die Viecher echt scheu, und kommt man ihnen zu nahe, zeigen sie auch mal ihre vergilbten Zähnchen.

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Sehenswert war wenn ein Halbtagesabstecher nach Mihintale; dort sind wir auf en heiligen Hügel gestiegen, auf den einer der ältesten Dagobas des Landes stand/steht.

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Was mir ja persönlich am meisten zur Freude gereicht hat, war die Pizza zum Frühstück im Pizza Hut; mmmmhhh, lecker, mal endlich wieder was gescheits zu Essen, nach wochenlange Reis-Kreationen.